Der Täter-Opfer-Ausgleich als Angebot des Vereins Bewährungshilfe Koblenz bietet Jugendlichen und Heranwachsenden die Möglichkeit, sich direkt mit den Betroffenen auseinanderzusetzen und gemeinsam Konflikte, die zur Straftat geführt haben aufzuarbeiten oder zu entschärfen. Im Mittelpunkt steht, dass Täter und Täterinnen Verantwortung übernehmen und Wiedergutmachung leisten. Der gesamte Prozeß wird professionell begleitet und unterstützt beide Seiten bei der Verarbeitung der Tat und einer gemeinsamen Lösung für die Zukunft.
Ziel der Maßnahme:
- Verantwortung für eigenes Handeln übernehmen
- Wiedergutmachung des verursachten Schadens
- Stärkung von Empathie, Respekt und Konfliktfähigkeit
Dauer:
- In der Regel 3 Gespräche (abhängig vom Einzelfall)
Zielgruppe:
- Jugendliche und Heranwachsende, deren Straftat konkrete Betroffene geschädigt oder verletzt hat und bei denen ein konstruktiver Dialog möglich erscheint
- Geschädigte, die an einem Ausgleichsgespräch interessiert sind
Inhalte:
- Kontaktaufnahme mit beiden Seiten:
Erläuterung der Ziele und Freiwilligkeit - Vorgespräche:
Getrennte Gespräche zur Klärung von Erwartungen, Ängsten und Motivation - Entscheidung:
Beide Seiten entscheiden über die Teilnahme am Ausgleichsgespräch - Ausgleichsgespräch:
Moderierte Begegnung, Tataufarbeitung, Entwicklung von Wiedergutmachungsvorschlägen - Umsetzung und Begleitung:
Hilfe bei der Umsetzung und Überprüfung der Vereinbarungen - Abschluss:
Falldokumentation und Abschlussbericht
Besonderheiten:
- Beide Seiten müssen zustimmen
- Professionelle Moderation durch erfahrene Fachkräfte des Vereins Bewährungshilfe in Koblenz.

